Verglasung
Die Gewächshäuser von Vitavia sind generell entweder mit Einscheibensicherheitsglas oder Hohlkammerplatten aus Polycarbonat, bei manchen Modellen sogar mit einer Kombination aus beidem, versehen. Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile. Im Endeffekt spielt vor allem Ihre individuelle Nutzung des Gewächshauses eine entscheidende Rolle bei der Wahl der richtigen Verglasung.
Einscheibensicherheitsglas (ESG)
ESG hat vor allem optische Vorteile. Die Verglasung ist durchsichtig und sieht sehr edel aus. Zudem lässt sich ESG im Vergleich recht einfach reinigen und es kommt nicht zu Mooseinlagerungen in der Verglasung selbst, wie es beispielsweise bei HKP der Fall ist. Auf der anderen Seite sieht man Verschmutzungen natürlich schneller als bei HKP und könnte sich aus diesem Grund häufiger zum Putzen “genötigt” fühlen.
Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Einscheibensicherheitsglas nicht um gewöhnliche Glasplatten: Sicherheitsglas ist besonders robust und bricht, wenn es beschädigt wird, nicht in scharfkantige Splitter. Zudem sind Glasscheiben schwerer als Hohlkammerplatten, wodurch sich das Eigengewicht und somit auch die Stabilität des Hauses erhöht.
Durch das Klarglas sind die Pflanzen im Innern des Gewächshauses allerdings direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt und können im Zweifel Verbrennungen erleiden. Sofern sich kein schattenspendender Baum oder ein anderes Gebäude in der Nähe des Gewächshauses befindet, empfehlen wir Ihnen daher im Hochsommer die Schattierung der Glasflächen, hinter denen sich unmittelbar Pflanzen befinden.
Die Verwendung von ESG eignet sich somit vor allem für Sie, wenn bei Ihrem Gewächshaus der Designaspekt im Fokus stehen soll.
Hohlkammerplatten (HKP)
Die Verwendung von HKP hat vor allem funktionelle Vorteile. Hohlkammerplatten haben sehr gute isolierende Eigenschaften, dafür sorgt die Luftschicht im Innern der Platten. Dabei gilt: je dicker die Platte, desto besser ist die Isolierung. Auch der Aufbau des Gewächshauses mit Hohlkammerplatten gestaltet sich im Vergleich leichter und schneller als mit ESG.
Zudem sind HKP sehr leicht und robust (bis zu 200x schlagfester als herkömmliches Glas) und schützen durch ihre milchige Optik die Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung. Damit sind die Pflanzen relativ gut vor Verbrennungen geschützt und ein zusätzliches Schattieren des Gewächshauses ist zumeist nicht notwendig.
Alle Hohlkammerplatten von Vitavia verfügen über geschlossene Längsseiten, lediglich die Querseiten sind offen. Im Innenraum der Hohlkammerplatten kann es daher nach einigen Jahren zur Ablagerung von Moos kommen. Das ist allerdings ganz normal und hat keine Auswirkungen auf die Funktionalität der Platten. Da die Reinigung jedoch nur schwer bis gar nicht möglich ist und manche Kunden dies als optischen Makel ansehen, tauschen diese nach ein paar Jahren die Hohlkammerplatten gegen neue aus. Alle Hohlkammerplatten der noch gängigen Modelle sind in unserem Shop als Ersatz erhältlich.
Kombiverglasung
Einige Modelle sind auch mit einer Kombiverglasung erhältlich. Zumeist ist dabei das Dach aus HKP und die Seitenwände aus ESG gefertigt. Durch den Einsatz der HKP auf dem Dach werden die Lichtstrahlen immer dann gebrochen, wenn die Sonne besonders hoch steht und fallen dadurch gestreut auf die Pflanzen. Das Glas in den Seiten erhöht die Lichtausbeute immer dann, wenn die Sonne niedrig steht, also, wenn Pflanzen das Licht besonders benötigen.
Somit werden die Vorteile beider Materialien miteinander vereint. Die Pflanzen werden von oben vor Sonneneinstrahlung geschützt und von außen hat das Gewächshaus eine schöne, elegante Optik.
| Verglasungsart | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Einscheibensicherheitsglas |
|
|
| Hohlkammerplatten |
|
|
| Kombiverglasung |
|
|